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Presse


Interview mit Georg Stockhorst in Astro TV  youtube Video vom 3.9.2014
Interview mit Georg Stockhorst mit dem Deutschen Astrologenverband vom 29.5.2014 siehe unten auf dieser Seite
"Astrogeographie - der Ort der zu dir passt" in sein-berlin.de  Januar 2014
astrogeography Pressemeldung vom 11.05.2013
Texte von Georg Stockhorst auf www.sternwelten.net
Bericht in der Hoerzu vom 1.8.2010
Artikelsammlung auf astrogeomantie.de
Was ist eigentlich Astrologische Geomantie - Bericht auf www.everyday-feng-shui.de vom 9.1.2011
Standortbestimmung - Der Astrologische Stadtplan von Berlin, Dezember 2003


Links:
http://www.esoterik-register.de/
<a href="http://www.esoterik-register.de/" target="_blank">ESOTERIK-REGISTER</a>


Interview mit Georg Stockhorst

Quelle:  Facebookseite des Deutschen Astrologen Verbandes (DAV)

Georg Stockhorst betreibt seine astrologische Beratungspraxis und Schule für Astrologie seit 1992 in Berlin-Charlottenburg und hält beim DAV Kongress in Bonn (3.-5. Oktober 2014) den Vortrag Astro-Geographie.


DAV: Wie bist du eigentlich auf die Idee zur Astrologischen Geomantie gekommen?

 

Georg Stockhorst: Ich habe die Astrologische Geomantie am Anfang mehr als Spiel betrieben - als eine Art Fährtenlesen. Ich hatte niemals ein Auto und auch keinen Führerschein, deshalb bin ich meist zu Fuß unterwegs. Durch die intensive Bewegung durch die Landschaft bekommt man eine Ahnung davon, wie Menschen und Tiere sich einen Weg durch die Anhöhen und Niederungen suchen. Und wie sich an bestimmten magischen Wegkreuzungen die großen Bäume anfühlen, die alten und die neuen Häuser, die erfrischenden und die ermüdenden Stellen in der Landschaft und auch dafür, was mit dem Wort „Leylines“ gemeint ist.

 

Ich bin viele Tausende von Kilometern gewandert auf Landstrassen, im Gebirge und zu großen Pilgerorten, vor allem in Indien. Das astrologische Fährtenlesen - also die Zuordnung von Baumarten, Ortsnamen und allen Arten von Phänomenen in der Landschaft zu den Tierkreiszeichen ist beim Wandern ganz natürlich und ergibt sich nebenbei. Die Vermessungsmethode der 30-Meter-Zonen habe ich in Berlin entwickelt. Ein ziemlicher Durchbruch war für mich, als ich im Jahr 1989 in der Torfstrasse im Wedding zwei Kneipen entdeckte, von denen eine Skorpion und die andere Wassermann hieß. Die Distanz zwischen den beiden lag bei ca. 90 bis 100 Metern, also ziemlich genau bei drei Tierkreiszeichen. Der Wassermann lag südlich vom Skorpion, das hieß, dass die Zonen von Norden nach Süden verlaufen und nicht umgekehrt. Daraufhin habe ich mir dann Karten vom Tiefbauamt besorgt und begonnen, systematisch Straßen zu vermessen und das auch aufzuzeichnen. Das ist vergleichbar, als wenn man den Schritt von einem Sternbild zu einem systemischen Tierkreis macht.

Die Astrologische Geomantie ist eine systematische Methode, bei der man nicht nur einen einzelnen Ort beschreibt, der besonders auffällig ist, sondern die Orte in Beziehung zueinander setzt und vergleicht. 

 

Diese Feldforschung hat mir nach und nach ein Gefühl dafür vermittelt, dass die Landschaft in ein vollkommenes System eingelagert ist, auf das wir Menschen permanent und unbewusst reagieren. Ich denke, diese Resonanz wird durch die morphogenetischen Felder übertragen, auf die unser Nervensystem reagiert. So kommt es, dass beispielsweise Apotheken und Secondhand-Läden meistens in der Jungfrau eröffnet werden, Restaurants in Fische oder Löwe am besten besucht sind, Reisebüros im Schützen und der Marktplatz meist im Stier angesiedelt ist. Erst durch diese Erkenntnisse habe ich ein sicheres, geerdetes Gefühl dafür bekommen, dass wir in einer vollkommenen Struktur und Ordnung leben, in der das chaotische Element unser Denken ist und nicht unser Fühlen.

 

Es gibt zwei Ebenen, wie wir unsere Reaktionen auf die Lage der Orte in den morphogenetischen Feldern der Landschaft astrologisch deuten können. Erstens die allgemeine Ebene – das heißt, wenn der Ort in der Waage liegt, reagieren alle Menschen (und auch Tiere!) eher auf Mode, Ästhetik und in Offenheit für Beziehungen, als wenn der Ort im Skorpion liegen würde. Zweitens gibt es die individuelle Ebene:  Wenn ein Ort in Haus 7 liegt, fällt es leichter als in Haus 6, mich für Beziehungen und beruflichen Erfolg zu öffnen. Das gilt auch, wenn Haus 7 im Widder liegt oder in einem anderen Zeichen, in dem man das Beziehungsthema nicht unbedingt vermutet.

 

Nachdem ich mir über die Bedeutung der 30-Meter-Zonen klar geworden bin, war auch das  „holographische Modell“ greifbar. Dort, wo der eine Tierkreis endet, beginnt ein neuer! Hat  man einen vollständigen Tierkreis von 360 Metern Länge durchwandert, wiederholen sich im angrenzenden Gebiet die Merkmale der einzelnen Zeichen wieder. Ein Tierkreis aus 12 x 360-Meter-Zonen hat eine Ausdehnung von 4,32 km, der nächstgrößere dann 51,84 km und schließlich 622 km und so weiter. Das holographische Modell, bei dem man sich über verschiedene Größenebenen vom Kleinsten zum Größten manövrieren kann, habe ich dann Schritt für Schritt erforscht. Mit dieser Methodik eine wirklich ernsthaft exakte Karte von großen Flächen (z.B. von Ländern) zu vermessen, ist allerdings sehr kompliziert. Dieser Hintergrund machte es notwendig, das astrogeographische System zu berechnen und als Vergleichs- und Überprüfungsmodell zu entwickeln. Für mich stellt es den Kernpunkt aller Forschung dar, die Grenzen, das heißt die Relationen und die Relativität eines Modells, zu kennen. Nur so weiß man auch, was man nicht weiß.

 

Worauf basiert dein astrogeographisches System?

 

Georg Stockhorst: Mein astrogeographisches System basiert auf der Astrologischen Geomantie. Beide Systeme sind komplementär und verhalten sich zueinander wie Induktion und Deduktion. Bei der Astrologischen Geomantie steht man an einem Ort und erforscht ihn aus der Sicht der Astrologie. Im ersten Schritt ganz ohne Karten oder einem Kompass als Hilfsmittel. Das entspricht also einer Schlussfolgerung vom Kleinen aufs Große. In der Astrogeographie ist es genau umgekehrt: Die Projektion der Tierkreiszeichen geschieht von einer Weltkarte aus, und zwar, indem der Tierkreis vom Himmelsäquator auf den Erdäquator projiziert wird. Hier nach dem Prinzip: Wie im Großen, so im Kleinen. Das holographische Modell habe ich für die Astrogeographie aus der Astrologischen Geomantie übernommen. Dadurch erreicht man in der Astrogeographie eine Detailgenauigkeit, wie es diese noch nie zuvor gegeben hat. Auch die Methoden der Feldforschung habe ich konsequent übernommen und natürlich die Erkenntnisse und Erfahrungen über die Merkmale der Tierkreiszeichen in Bezug auf natürliche Gegebenheiten (Topographie), Bebauung, Nutzung durch Menschen, Architektur, Pflanzen. Es gibt eine riesige Palette und Fülle von Aspekten, mit denen man es bei der Erforschung von Orten zu tun hat. Mir ist besonders wichtig, zu betonen, dass es hier um ein sehr komplexes Forschungsgebiet geht und nicht nur um ein theoretisches Konzept. Aus diesem Grund versuche ich seit 20 Jahren die Merkmale der Tierkreiszeichen in der Ortsastrologie zu dokumentieren. Darüber habe ich sehr viel geschrieben und veröffentlicht. Es geht mir um eine sehr konkrete und quasi direkt erfassbare mundane Typologie der Tierkreiszeichen. Ein Thema, dass mit so einer systematischen Grundlage noch nie erforscht worden ist. Das kann man in dem umfangreichen Text „Die astrogeographischen Konstellationen von Kraftplätzen und Sehenswürdigkeiten in Deutschland“ auf der Rückseite der Astrologischen Landkarte von Deutschland nachlesen. Und natürlich in den Blogs, die ich in Twitter, Facebook, Pinterest und auf meinen Webseiten schreibe.

 

Wie funktioniert die astrogeographische Ortsdeutung in der Beratungspraxis?

 

Georg Stockhorst: Ich gehe davon aus dass, wir in Resonanz mit der Landschaft auf die Themen der Orte reagieren. Ein Spaziergang über 360 Meter führt uns einmal durch einen ganzen Tierkreis, so dass alle 12 Häuser bzw. Organe des Nervensystems einmal angeregt werden. Auch deshalb sind Spaziergänge so gesund!!! Ich denke es gibt keine generell ungünstigen Orte – sondern nur ungünstige Orte für bestimmte Vorhaben. Orte stimulieren durch die Bedeutung ihrer Lage im Gesamtfeld der Landschaft jeweils einzelne Organe (Häuser) in unserem System. Haus 8 zum Beispiel ist zwar im Prinzip für kein Vorhaben wirklich günstig – es fördert eben zutage, aber auch, dass wir mit unseren Grenzen konfrontiert werden, und ist ein essentieller Teil des menschlichen Systems. Hier lernen wir, Auseinandersetzungen zu führen und das nachzuahmen, was andere uns vormachen.

 

Ein anderes Beispiel: In die Beratungspraxis kommt eine Klientin mit der Fragestellung: Warum läuft mein Geschäft in der Stadt x an der Adresse yz so schlecht? Bei der Untersuchung kommt heraus, dass der Ort in Haus 12 liegt, was bedeutet, dass sie den Laden gemietet hat, um dort ihr ganz eigenes Ding zu machen. Haus 12 fördert den Reflex, sich nicht zu zeigen bzw. sich zu verstecken, um sich vor unangenehmen Einflüssen zu schützen. Prominente Personen wohnen oft in Haus 12, da sie sich dort vor Beobachtungen durch die Öffentlichkeit energetisch geschützter fühlen und es durchaus auch sind. Studenten etwa wohnen sehr häufig in Haus 3, da es ihre Beweglichkeit und Lernbereitschaft fördert. Für einen soliden Grundbesitz ist sehr typisch und hilfreich, wenn Menschen in Haus 2 oder 4 Geld investieren – das ist ein absoluter Erfahrungswert.

 

Wenn ein Klient mit der Frage kommt, soll ich das Haus kaufen oder die Wohnung mieten, bietet sich hier noch viel direkter als in der Stundenastrologie eine sehr exakte Möglichkeit, das Verhältnis einer Person zu einem Grundstück, einer Strasse oder Stadt  astrologisch ganz direkt zu verstehen. Dabei geht es nicht allein um die Frage, ob das Vorhaben günstig ist oder nicht, sondern es kommt darauf an, zu verstehen, welche meiner Entwicklungsaspekte der Ort in mir aufruft und fördert. In meinem Vortrag auf dem DAV Kongress möchte ich zeigen, wie intensiv diese Beratungsmöglichkeit das Spektrum für professionelle Astrologen erweitert und wie man sich dieses erschließen kann.

 

DAV: Was ist für dich der wichtigste Teil deiner Arbeit?

 

Georg Stockhorst: Die Beratungssituation selbst ist für mich der wichtigste Teil meiner professionellen Arbeit. Ansonsten geht es mir um die Forschung. Damit meine ich die Klärung von Zusammenhängen mit Hilfe der kritischen Astrologie. Ich versuche, so genau zu sein, wie es gerade geht. Das gibt mir das Gefühl, immer wieder ein kleines Stück tiefer hineinzusehen in die Dinge und Themen.

Meine eigentlichen Hauptgebiete sind die karmische, psychologische Deutung, Astromedizin und Astrologische Homöopathie, weil es hier um die wichtigsten Lebensbereiche geht, die uns am tiefsten betreffen und wo es auch oft am meisten wehtut.

 

www.astrogeomantie.de www.astrogeography.com facebook: astrogeography.com twitter: astrogeography.com (englisch) karmap.com (deutsch) pinterest: astrogeography.com 

 

DAV: Vielen Dank für das Interview!

 

Die Fragen stellte für den DAV Monika Schanz.